HEINZ KREFT, Soldat in Nordafrika, 1941/1942

”Ja, das Jahr 1940, der Krieg tobte, und wir siegten auch an allen Fronten, und als Jugendlicher von fast 18 Jahren hat man schon Angst gehabt, was zu  versäumen, und sogar einen Krieg nicht mitgemacht zu haben.  Also was hab  ich getan, ich geh zum Wehrbezirkskommando, und da wir nun überall gesiegt haben, war ich auch der Meinung, daß wir uns unsere alten Kolonien wiederholen werden, und als man mich fragte, wo ich mich denn hier hin melden wollte, sagte ich, ich wollte gern zu den Kamelreitern. Allgemeines Gelächter, so was haben wir nicht. Da sag ich, aber sie werden doch welche brauchen, wenn sie die Kolonien und... da denkt keiner dran, war die Antwort.”

”Na, ich mochte, angefangen von den  Palmen, von den Menschen, von den Schwarzen,  ja.  Allein, das fing in der Kirche schon an, da wurde für die Negerkinder gesammelt, und ich wollte... Man konnte sich eins kaufen, beziehungsweise wir hatten eins, nicht gekauft, sondern Verpflichtung übernommen, mit zehn Mark im Jahr oder was, das war ja n Haufen Geld, ja..”

"GERMANIN":

”Afrika... rätselvoll und unermeßlich droht und lockt das schwarze Zauberland. Überall in Afrikas Weite, hinter Schlingmauern, im geheimnisvollen Dickicht des Urwaldes, lauert der Tod.”

HEINZ KREFT:

”Den Lettow Vorbeck, das hatte ich alles auch mitverfolgt, was, wie es da unten war. Nicht der Krieg, aber ich wollte eben in Afrika sein, nicht, und irgendwas, dachte ich mir, wird sich da schon finden, weil wir ja doch ziemlich fortschreitend waren im Besetzen...und, daß sich der damalige Asylant aus Österreich hier doch auch Afrika wiederholen wird, nicht, und da wollte ich einer mit von den ersten sein, die da als Kamelreiter bei sind.”

Heinz Kreft

    

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